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17. März 2013 – 22:34 | 5.444 Comments | 108.172 views

Immer mehr Unternehmen setzen auf das E-Mail Marketing, denn dieser Bereich hat sich in den letzten Jahren zu einem der erfolgreichsten Kanäle zur Kundenbindung und Umsatzgenerierung entwickelt. Je erfolgreicher das E-Mail Marketing wird, umso mehr …

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20 Tipps zum Ausbau Ihres Bestands an E-Mail Adressen

Eingereicht on 5. März 2013 – 14:2713.685 Comments | 333.558 views

Ein umfangreicher E-Mail Verteiler, der qualifizierte Adressen enthält, ist das Herz des E-Mail Marketings. Mit jeder Kampagne werden Sie jedoch eine Anzahl an Adressen verlieren und das ist ganz natürlich, denn es ist unvermeidbar, dass Abonnenten sich einfach abmelden oder deren Adresse gebounced wird, weil sie z.B. einen neuen Job haben und damit auch eine neue E-Mail Adresse. Die Aufgabe ist es nicht nur die existierenden Abonnenten mit relevanten Kampagnen zu binden, sondern auch den Verteiler mit immer „frischen“ Adressen zu versorgen. Nicht nur, um den Bestand wieder auszugleichen, sondern auch mehr aktive Abonnenten zu gewinnen. In diesem Beitrag verrate ich Ihnen einige Taktiken, wie Sie Ihren Verteiler auf Trab bringen.

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  1. Der Verteiler kann nur schwer wachsen, wenn sich regelmäßig viele Abonnenten wieder abmelden.
    Löschen Sie keine Opt-out Adressen ohne sie vorher analysiert zu haben. Viele ASP Lösungen enthalten eine Umfrage-Funktion mit deren Hilfe Sie Ihre Abonnenten nach dem Opt-out Grund fragen können. Das ist wichtig, denn bereits an dieser Stelle können Probleme aufgezeigt werden, die Sie ggf. ganz einfach beheben können. Es könnte sein, dass die Zielgruppen nicht ausreichend segmentiert wurden und deswegen für sie uninteressante Inhalte erhalten. Es könnte auch ans Licht kommen, dass sich die Bedürfnisse der Abonnenten geändert haben oder dass Sie einfach zu viele Kampagnen an die gleiche Zielgruppe verschicken. Beugen Sie Abmeldungen vor, indem Sie den Interessenten die Möglichkeit geben:

    • Themen/Produkte/Produktkategorien zu wählen, zu denen sie angeschrieben werden möchten (Beispiel)
    • die Frequenz der E-Mails zu bestimmen (bis hin zur Versandpause, soweit erwünscht) Hier: Testen Sie die optimale Sendefrequenz für Ihre Zielgruppen, denn senden Sie Kampagnen zu oft, verlieren Sie Abonnenten. Versenden Sie E-Mails z.B. an die aktivste Gruppe zu selten, entgehen Ihnen Umsätze!Diese Profil-Aktualisierung kann direkt nach der Newsletter-Anmeldung erfolgen, permanent im Login-Bereich oder nachdem der Abonnent Opt-out im Newsletter angeklickt hat.
  2. Seit langem inaktive Adressen löschen? Nein! Setzen Sie eine Reaktivierungskampagne an „alte“ E-Mail Abonnenten auf. Fragen Sie sie, ob sie weiterhin an Ihrer E-Mail-Post interessiert sind und um ein Response zu ermöglichen, fügen Sie einen neuen Opt-in Link der E-Mail hinzu. Machen Sie die Vorteile Ihrer Newsletter noch einmal ganz klar. Zusätzlich können Sie dieser Zielgruppe ein spezielles Angebot (Gutschein, Coupon, kostenlose Lieferung, Whitepaper, Studienergebnisse) unterbreiten, um denen einen zusätzlichen Anreiz zu geben, das Opt-in zu erneuern. Vergessen Sie dabei nicht die Empfänger zu informieren, dass Sie bei fehlender Antwort ihre Adressen löschen werden. Diese Kampagne können Sie erneut an die schicken, die beim ersten Mal nicht geöffnet haben. Sehen Sie ein Beispiel für eine Reaktivierungskampagne unten.

    Quelle: Jens.com Klicken Sie das Bild an, um es größer zu sehen.

    Quelle: Jans.com
    Klicken Sie das Bild an, um es größer zu sehen.

  3. Überprüfen Sie Ihr Anmeldeprozess, um sicher zu stellen, dass Sie die potentiellen Abonnenten nicht bereits bei der Registrierung verlieren. Sie können mit Hilfe von Analytic Tools feststellen, was für ein Anteil der Interessenten den gesamten Prozess durchlaufen ist, wie viele und an welcher Stelle abgebrochen haben. So könnten Sie aufdecken, dass z.B. Ihr Anmeldeformular eventuell zu lang ist und der Nutzer zu viele Informationen preisgeben muss (Beispiel Hier: Studie FriendScout24, August 2012, 58% geben nur ungerne Daten im Internet Preis). Prüfen Sie auch, ob die Bestätigungsmails zeitnah bei dem Nutzer ankommen.
  4. Platzieren Sie die Newsletter-Anmeldung gut sichtbar auf der Startseite, auf allen Unterseiten (denn Sie wissen nie, über welche Seite Besucher zu Ihnen gelangen) und ggf. auch im unteren Bereich (Mobile-Nutzer beachten). Stellen Sie sicher, dass sie gut sichtbar ist. Die Interessenten könnten zusätzlich zur Anmeldung animiert werden, wenn sie über den zu erwartenden Inhalt informiert werden und auf deren Vorteile.
  5. Potentielle Abonnenten können Sie auch mit Hilfe von einer Pop-up Newsletter-Anmeldung ansprechen, die automatisch erscheint, sobald der Nutzer die Seite verlassen möchte oder nachdem er sich bestimmte Anzahl von Seiten angeschaut hat.
  6. Analysieren Sie hin und wieder, welche Begriffe in der Suchmaske eingegeben wurden. Sollte der Nutzer z.B. nach einem bestimmten Produkt suchen, das Sie gerade nicht verfügbar haben, können Sie ihm einen personalisierten Newsletter anbieten, so dass er informiert wird, wenn sich das begehrte Artikel wieder im Bestand befindet.
  7. Schicken Sie zeitnah nach einer abgeschlossenen Registrierung eine Willkommensmail. Viele tun es leider nicht und oft bekommt der Abonnent erst den nächstfolgenden Newsletter, der allerdings bis zu 4 Wochen später verschickt wird. Laut einer Studie von Marketing Sherpa 50% der Abonnenten erwarten eine E-Mail direkt nach der abgeschlossenen Registrierung.
    Sie können dem Abonnenten darin anbieten, die früheren Newsletter zu sehen und so direkt im Anschluss nach der Registrierung mehr über Ihr Unternehmen, Produkte oder Service zu erfahren.
  8. Platzieren Sie einen Link zur Newsletter-Anmeldung in Ihren Transaktionsmails (Kaufbestätigung, Versandinformationen) es könnte sein, dass Sie so die Kunden erreichen, die sich zuvor bei der Registrierung gegen Ihren Newsletter entschieden haben.
  9. Vermeiden Sie die wichtigsten Opt-out-Gründe, wie unrelevante Inhalte, nicht funktionierende Links, irreführende Betreffzeilen oder zu hohe Versandfrequenz.
  10. Pflegen Sie Ihren Verteiler nach jeder Kampagne. So können Sie nachverfolgen, welche Empfänger nicht geöffnet, nicht geklickt und sich abgemeldet haben. Daraus können Sie ggf. Indizien darauf bekommen, was nicht optimal gelaufen ist.
  11. Nutzen Sie Abonnenten Testimonials, um potentielle Empfänger von den Vorteilen Ihres Newsletters zu überzeugen.
  12. Sammeln Sie Adressen an jedem Ort, wo Sie Ihre Kunden treffen. Dazu eignen sich z.B. Messeveranstaltungen, Events, Verkaufspromotionen oder alle Ihre Point of Sales. Importieren Sie sie dann die Adressen in Ihre Datenbank. Vergessen Sie zuvor nicht, den Abonnenten einen Opt-in Link zu senden.
  13. Versuchen Sie Ihre Prospekt-Abonnenten dazu zu animieren, deren E-Mail Adresse zu hinterlassen, um zukünftig digitale Post zu erhalten. Platzieren Sie den Link zur Newsletter-Anmeldung inkl. eines Sonderangebots in der nächsten Postwerbung und geben Sie den Empfängern so ein Incentive seine E-Mail Adresse zu hinterlassen.
  14. Weniger oder doch mehr Infos? Setzen Sie einen A/B-Test auf und prüfen, ob Sie mehr Anmeldungen bekommen, wenn Sie den Anmeldeprozess mit genaueren Informationen zu den Vorteilen für Abonnenten, wann und wie oft der Newsletter versendet wird und Angaben zur Datensicherheit ergänzen (laut einer Studie von FriendScout24, August 2012, 70% der Onliner sehen durch den Hinweis auf eine SSL-Verschlüsselung ein hohes Datenschutzniveau gewährleistet).
  15. Fügen Sie Ihren Printmaterialien einen QR-Code hinzu, um so den Nutzern zu ermöglichen, sich für Ihren Newsletter einfach anzumelden.Newsletteranmeldung QR
  16. Sie können Newsletter-Abonnenten auch mit Hilfe von Google AdWords gewinnen. Dazu müssen Sie nur Ihre AdWords Anzeigen mit dem auswählbaren Newsletter Feature erweitern (worum es genau geht, sehen Sie hier). Bezahlt wird es pro Klick. Dieser Service wird gerade in Deutschland getestet und bestimmt bald verfügbar, denn Google ist immer auf der Suche nach attraktiven Erweiterungen von AdWords Werbung. Sehen Sie unten ein Beispiel von mailingwork.Quelle: Mailingwork
    Quelle: Mailingwork

    Alternativ können Sie auch von der AdWords Werbung auf eine Landingpage verlinken auf der sich jeder Interessent für den Newsletter anmelden kann.

  17. Gut geeignet für den B2B Bereich sind Online-Webinare für deren Teilnahme eine Registrierung inkl. E-Mail Adresse gefordert wird.
  18. Fügen Sie eine Möglichkeit zur Newsletter-Anmeldung auch auf Ihrem Firmenblog.
  19. Nutzen Sie den existierenden Facebook-Widget, um auch dort eine Newsletter-Anmeldung zu platzieren.
  20. Wollen Sie z.B. ein neues E-Book, Whitepaper oder sonst ein spezielles Angebot promoten, nutzen Sie dazu die Reichweite von Twitter. Die Interessenten bekommen dann das E-Book  per E-Mail zugeschickt, nachdem sie sich dafür registriert haben.

Trauen Sie sich zu testen, welche Methoden zum Aufbau Ihres Verteilers am besten geeignet sind, denn oft nur mit kleinen Änderungen kann eine signifikante Erhöhung des Abonnentenbestands erreicht werden.

Tipp: Sehen Sie hier einen Artikel über die meistgenutzten Taktiken zur E-Mail-Adressgewinnung (MarketingSherpa).

Kennen Sie noch weitere Methoden zum Aufbau des Verteilers? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

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